- Spielend im Social Media Space – blog
Andre Boeing
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Kostenlos Comic Videos produzieren
Aug 6th
Nehmen wir an, Du möchtest ein bewegendes, illustrierendes Comic/Manga Video über einen Priester und seine Herausforderungen in einer alt-testamentarischen Welt erschaffen.
Wer mal ein wenig in den “Making of´s” der DVD´s über die aufwendigen Filmproduktionen gesehen hat, wird seinen Traum wohl bald im Reich der Tagträume belassen wollen.
Doch halt – dank dem neuen, aufsteigenden Film-Genre der zivilen Filmindustrie gibt es doch eine Möglichkeit, professionelle Comic Verfilmungen am heimischen PC zu produzieren.
Das folgende Video ist zwar kein “professionelles” Beispiel, doch ein guter Einblick in eine “30 Minuten Produktionszeit” Improvisation zum Einüben der Handwerkszeuge.
Und wie es geht, wird ein anderes Mal erklärt
Spielermotivationen in World of Warcraft
Aug 5th
Basierend auf dem Modell zu den Spielermotivationen von Nick Yee habe ich ein erweitertes Modell spezifisch für World of Warcraft skizziert. Diese Motivationen sind mir sowohl in mir, als auch anderen Spieler/innen begegnet.
Ziele |
Soziales |
Immersion |
| Entwicklung Fortschritt, Macht, Status, Ruf, Akkumulation |
Kommunikation Chat (privat, öffentlich, als Gruppe, Text & Voice ), |
Entdecken versteckte Dinge und Gegenden finden, Sammeln & plündern |
| Wettbewerb andere herausfordern, Provokation, Dominieren, eSports |
Beziehungen knüpfen Freundeslisten, Finden & schenken, Unterstützung |
Rollenspiel Storyline, Charakter,Geschichte, Rollen, Biografien, Historisches |
| Rollenspiel-motivierte Ziele Lebensziele der Charaktere – eigene, tiefere Ziele über den Rollenspielcharakter ausleben |
Teamwork Kollaboration, Gruppen, Gilden, Führungskraft, Gruppenziele, Gildenziele |
Individualisierung Aussehen, Ausstattung, Stil, Farbschemen |
| Mechanismen Software, Interface, Erweiterungen/Addons (schreiben) |
Metagaming Austausch in Foren, Mitglied von Online Communities zum Spiel |
Eskapismus Entspannung, dem echten Leben entkommen, Herausforderungen der echten Welt vermeiden |
| Wirtschaft & Handel Finden, Kaufen,Verkaufen, Auktionen, Produktion (Herstellung von Gegeständen durch spezielle Berufe ) |
Briefe schreiben / Pakete senden | |
| Kunst Machinima (Videos), Comics, Grafik Novellen, Texte, Geschichten aus dem Spieluniversum und Content Pool |
Ritus der Neuwerdung – ein “Taufritual” in World of Warcraft
Aug 4th
Der Mythologe Joseph Campbell identifizierte die archteypische Reise oder Quest, die Helden und Heldinnen in Geschichten, Märchen, Filmen, Mythen durchlaufen.
Der Drehbuchautor Christopher Vogler entwarf basierend auf Campbell diesen Weg des Helden als Anleitung für Drehbuchautoren, welche insbesondere in Hollywood Beachtung findet:
- 1. Ausgangspunkt ist die gewohnte Welt des Helden.
- 2. Der Held wird zum Abenteuer gerufen.
- 3. Diesem Ruf verweigert er sich daraufhin zumeist.
- 4. Ein Mentor überredet ihn daraufhin die Reise anzutreten und das Abenteuer beginnt.
- 5. Der Held überschreitet die erste Schwelle, nach der es kein Zurück mehr gibt.
- 6. Daraufhin wird er vor erste Bewährungsproben gestellt und trifft dabei auf Verbündete und Feinde.
- 7. Nun dringt er bis zur tiefsten Höhle vor und trifft dabei auf den Gegner.
- 8. Hier findet die entscheidende Prüfung statt: Konfrontation und Überwindung des Gegners.
- 9. Der Held wird belohnt, indem er z.B. den Schatz oder das Elixier raubt.
- 10. Nun tritt er den Rückweg an, während dessen es zur Auferstehung des Helden kommt.
- 11. Diese Auferstehung ist nötig, da er durch das Abenteuer zu einer neuen Persönlichkeit gereift ist.
- 12. Anschließend tritt der Held mit dem Elixier den Heimweg an.
Aufgaben, oder “Quests” in World of Warcraft folgen genau diesem Schema und führen die Helden auf eine Reise des Wachstums. Das Bedürfnis vieler nach Initiation wird hier durch den Monomythos stark angesprochen. Im echten Leben mögen viele von uns vergeblich nach Riten des Übergangs und der Initiation suchen – auch wenn es sie noch gibt, wie in unserer Kirche.
Gestern durchlief ein 20jähriger, junger Erwachsener einen “Ritus der Neuwerdung”, welcher dem Taufritual angelehnt ist. Mir war es wichtig, einen Ritus zu entwerfen, der nicht vom System einprogrammiert ist, wie die üblichen Quests, sondern durch Spieler selbst inszeniert werden.
In der sehr belebten Stadt Sturmwind steht die beeindruckende “Kathedrale des Lichts”. In der Bibliothek führte ich mit dem jungen Zwergenjäger nach seiner einwöchigen Postulatszeit ein Vorgespräch. Er fühle sich Reif für einen Neubeginn. Er sehne sich nach Tiefe, Weisheit und nach einer wachstumsfördernden Gemeinschaft, in der es nicht um die schnelle Macht, den nächsten Kampf und flachen Chat gehe – in dem man auch gemütlich am Feuer sitzen könne, um über die tieferen Dinge des Lebens zu sprechen und einfach mit viel Witz schöne Abende der Gemeinschaft zu verbringen.
Wir schreiten in die Katakomben tief unter der Kathedrale. In der Todesstimmung lasse wir sterben, was uns vom Wesentlichen trennt, vom Licht in unserer Seele, vom kleinsten aller Samen.
Wir schreiten danach aus den Höhlen des Todes in den Heiligen Altarraum der Kathderale und übergeben uns der wandelnden Kraft des Lichts.
Eine Prozession führt uns zum See vor der Stadt. Wir tauchen unter bis der Atem knapp wird. Wir haben uns der Neugeburt im Heiligen Geist hingegeben und wurden mit dem Wasser der Vergebung rein gewaschen.
Wir teilen das Brot, Fisch und Wein am Ufer des Sees und sitzen gesellig am Feuer – sprechen über die Initiation.
—-
Riten des Übergangs in den mythologischen Umgebungen der Neuen Medien können uns mit einer tieferen Reise verbinden, die sich auch in unser echtes Leben hinein auswirkt. Gespannt bin ich auf weitere Riten und Erfahrungen. Ich werde an dieser Stelle darüber berichten.
Verkündigung, Seelsoge & kreative Medienpädagogik in virtuellen Spielwelten – Intro
Aug 2nd
Am 27.06.2008 immigrierte ich als frisch gebackener Priester mit einer Mission in das entfernte Land Azeroth, eine “alt-testamentarische” Welt der Jäger & Sammler, die von einigen Millionen Einwohnern in einem magisch-mythischen Zeitalter bevölkert ist.
Der Lebensraum aus Wüsten, Tropen, Schneezonen, Savannen und Wäldern wird von zahlreichen Rassen, Völkern, Gruppierungen, Natur(religionen) und Stämmen geteilt. Freilich gestaltet sich das Zusammenleben als nicht gerade einfach. Brutale Kriege erschüttern die Länder und bilden zusammen mit Dämonenheeren und den Feinden im Inneren – Feindschaft, rohe Gewalt, Gier, Neid, übermäßiger Konsum, Raubbau an der Schöpfung und die Sucht nach schneller Macht – eine ständige Bedrohung.
Die Welt von Azeroth befindet sich in jenem Zwischenreich unserer Fantasie und den Neuen Medien. Azeroth – das ist die “World of Warcraft”, die Welt der Kriegskunst.
“World of Warcraft” gehört als Computerspiel zu den erfolgreichsten Vertretern seiner Gattung. Das überdurchschnittlich wachsende, Milliarden Dollar schwere Genre wird mit dem fast unausprechlichen Namen MMORPG bezeichnet (Massive Multispieler Online Rollenspiele) oder auch einfach MMO(G) (Massives Multispieler Online [Spiel] )
Kennzeichnend für dieses Genre ist die dynamische, organische Persistenz der virtuellen Welt – das Spiel endet nie, ist nicht-linear und wird gemeinsam mit Millionen anderer Spieler bevölkert, die Berufen nachgehen, an der Ökonomie teilnehmen, Beziehungen knüpfen und sich zu Organisationen zusammenschliessen.
Das soziale Spielwelten mit zahlreichen geografischen Zonen, eigener Ökonomie, Berufungswegen und abenteurlichen Missionen in der Präsenz “der anderen” so attraktiv und auch suchtgefährdend sind, versteht sich fast von Selbst. Das Genre vermag die “wirkliche” Welt am ehesten zu simulieren und in eine omnipotente Hyperrealität zu verwandeln, in der wir die epischen, unsterblichen Helden einer Großen Geschichte sind.
Das allgemeine Vorurteil jedoch, diese “gewaltverherrlichenden Welten seien nur von Jugendlichen mit einer Haudrauf-Mentalität besiedelt, die den ganzen Tag vor dem Computer hängen und sozial verarmen” ist nicht richtig.
So, wie das Vorturteil “Kirche ist ein folkloristischer Seniorenclub im Hospiz der Zeiten” allzu undifferenziert ist, auch wenn Wahres darin steckt, so müssen wir auch in sozialen Spielwelten genauer hinschauen.
Dies hat der amerikanische Psychologe Nick Yee mit seinen langjährigen Studien eindrucksvoll aufgezeigt.
Aus 35.000 befragten “Immigranten” der sozialen Spielwelten sind nur 26% Jugendlich. das Durchschnittsalter beträgt 26, 50% der Spieler sind voll berufstätig, 36% sind verheiratet, 22% haben Kinder. Meine nunmehr 7 Wochen praktische Erfahrung in der “World of Warcraft” bestätigen für mich diese Zahlen. Ich traf auf 40er, 20er und Teenager – Singles, Verheiratete und Eltern. ( Quelle Nick Yee )
“World of Warcraft” allein hatte im Januar 2008 weltweit 10.000.000 aktive Abonnenten (Quelle mmogchart). Bei durchschnittlich 12€ monatlicher Abogebühr kann man sich die Goldgräberstimmung der Industrie bei einem Jahresumsatz in Milliardenhöhe gut vorstellen.
Wenn also Millionen von Menschen mit einem Aufwand von häufig ganzen Arbeitswochen in exponentiell anwachsenden, sozialen Spielwelten leben, so stellt sich für uns als Kirche(n) doch die rhetorische Frage, ob wir in diesen “entferntesten Ländern der Erde” nicht verstärkt präsent sein sollten. Freilich können wir dabei nicht mit unseren gewohnten Wegen vorgehen. Es braucht dabei die Fähigkeit zur achtsamen Inkulturation in die jeweilige Spielweltkultur.
Für die Medienpädagogik stellt sich die Frage, wie sich die Spiel(er)erfahrung kreativ begleiten lässt, so dass wir Wert für unser echtes Leben aus dem Spiel ziehen können, an Medienkompetenz und Selbstreflektion wachsen und über das “kreative Spiel” möglicherweise zur Suchtprävention beitragen können.
Persönlich ging und gehe ich zusammenfassend mit folgenden Fragen in das Projekt:
- Wie kann Seelsorge & Verkündigung der Frohen Botschaft in virtuellen Spielwelten präsent sein und zur Bereicherung der Spielererfahrung beitragen ?
- Wie kann dabei eine achtungsvolle “Inkulturation” in die jeweilige Spielkultur aussehen ?
- Wie kann die Medienpädagogik inspirative Räume für ein kreatives Spielen schaffen ?
- Was heißt kreatives Spielen, was sind die praktischen Elemente & wie kann es sich auswirken ?
Eindrücke aus nunmehr 7 Wochen praktischer Erfahrung in der “World of Warcraft” ist Teil des nächsten Artikels aus diesem Themenkreis.
Weitere Informationen finden sich unter http://www.neue-sendung.de
Religion in Second Life – eine Serie von Jürgen Pelzer
May 28th
Mein Kollege Jürgen Pelzer von http://www.netzinkulturation.de hat eine neue Reihe über “Religion in Second Life” begonnen.
“Second Life beherbergt ein facettenreiches religiöses Leben. Ich bin diesem nachgegangen, habe Pfarrer, Wissenschaftler und Nutzer interviewt, um dem Phänomen Religion in Second Life auf die Spur zu kommen. Auf dem Katholikentag 2008 war ich bei dem Fachpodium geladen über Kirche in Second Life zu sprechen: Mehr Chancen? – mehr Gefahren” – Jürgen Pelzer
Teil 1 ist hier zu lesen
10. Nacht in Second Life: “Satanischer” Angriff, Komplet,…
May 1st
Mein Gebetsleben war sehr schwach im ersten Teil der Woche. Am Mittwoch fühlte ich mich gänzlich “de-hydriert” vom Geist Gottes. Ich hörte auf das innere “STOP!” und gab mich für einige Stunden dem Gebet hin. Erfrischt und aufgetankt sehnte es mich dann nach christlicher Gemeinschaft & Austausch.
Meine logistischen Schwierigkeiten aus der dörflichen Diaspora heraus veranlassen mich erneut, die Gemeinschaft in der Virtualität zu suchen und mit ein paar Klicks bin ich zurück in Second Life.
Ich schaue mir die Arbeiten an einer Kirche über den Wolken an. Die Frau des Pastors bereitet gerade noch alles für den Bibelkreis in ein paar Stunden vor. Plötzlich ist sie in einer Lichtsäule gefangen, es regnet wirre Symbole, es spielt eine schreckliche Musik und auch sonst geht plötzlich alles drunter und drüber. Mein “Körper” verbiegt sich in seltsame Posen. Mein rechtes Bein verlängert sich um ca. 7 Meter während mein Kopf nun am linken Zeh befestigt ist. Das geht so ein, zwei Minuten bis ich über den Rand der Welt gestossen werde, im Niemandsland gefangen bin und mein Second Life Programm abstürzt. Puuh – was ist geschehen ?
Ich logge mich erneut in die Welt ein und prompt erhalte ich eine persönliche Mitteilung. Die “Grieferin” ( Virtuelle Spieler/innen, die die Spielerfahrung der anderen bewusst stören und angreifen ) entschuldigt sich bei mir, dass ich versehentlich in den Angriff geraten bin. Sie hätte ein persönliches Problem mit der Zielperson. Ich sage ihr ehrlich, dass ich die Erfahrung der “satanischen Cybermagie” genossen habe. Sie lächelt und lobt mich für meine Lockerheit und das ich nicht den Ernst der “echten” Welt mit der spielerischen Welt von Second Life verwechsel.
Später höre ich, das die Grieferin gebannt (verbannt) wurde, mit 7 alternativen Persönlichkeiten nochmals attakierte, bis es ruhig wurde. Die Spielchen der echten Welt durfte ich nun satirisch und wenig satanisch in Second Life erleben.
….
Ich teleportiere in eine katholische Kirche, in der wir gemeinsam die Komplet beten. Eine persönliche Nachricht ( IM – Instant Message) erreicht mich. Ein Obdachloser im RL-Haus ( RL= Wirkliches Leben) eines Second Life Bewohners möchte sich zu Christus bekehren. Der Bewohner ruft über die Gruppenfunktion eine kleine Christengemeinschaft zusammen und wir treffen uns in einer Lutheranischen Kirche, sprechen Gebete, lesen relevante Bibelstellen und heißen John willkommen. Danach gehen er und der Second Life’ler zu einem Pastor (od. Pastorin) in der echten Welt… Second Life war für ihn nur ein Hinführer.
Meine Nacht endet mit einer kraftvollen Bibel- und Gebetsgruppe in der Wolkenkirche. Danach schweben wir mit ca. 40 Teilnehmer/innen zur Tanzffläche über der Kirche, “tanzen” zu christlicher Musik und halten noch Schwätzchen über dies und das. Diese Erfahrung würde ich gerne in der wirklichen Welt erleben. Bibel- und Gebetskreis, danach abtanzen in devotionaler Hingabe und im menschlichem Witz…….
9. Nacht in Second Life: Bildung & schneller Kontakt
Apr 29th
Eine Gruppenmitteilung der Group “Second Life Christians” erreicht mich und lädt zu einer “induktiven Bibel-Studiengruppe ein”. Es klingt viel versprechend und ich teleportiere in den mediterranen Innenhof vor einer Kirche. Bänke stehen dort vor einem Springbrunnen – die Sonne scheint.
Ca. 40 Teilnehmer/innen finden sich ein und die Referentin beginnt via Voice Chat mit einer Einführung. Zuvor hat sie die Bibelstellen auf einer großen Leinwand materialisiert. Inspiriert durch die Verse beginnt ein anregender Austausch. Nach 45 Minuten endet die Gruppe und wir gehen in lockere Gespräche über.
Die Anwendungsmöglichkeiten von Second Life in der Cross Media Bildung faszinieren mich – hier durfte ich wieder einmal ein sehr gutes Beispiel erleben. Die Referentin ist sehr engagiert im christlichen Bildungssektor und wurde in meinem letzten Eintrag bereits erwähnt (Historische Nachbauten christlicher Geschichte in 3D mit reichhaltigen Informationen). Persönlich interessiert mich das Thema “Integrierte Bildung 3D-, 2D Web und wirkliches Leben”.
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Eine kirchliche Gruppierung, die mich bereits seit einigen Tagen interessiert, hat ein wunderschön gestaltetes Heiligtum in Second Life geschaffen. Neben den in die Landschaft integrierten Informationen und Videos sind dort auch Schnittstellen zu persönlichen Ansprechpartnern errichtet. Ich nutze die Schnittstelle und 20 Minuten später logged sich ein Referent in Second Life ein und steht für ein Voice Chat Gespräch zur Verfügung.
Die interaktive Virtualität von Second Life ermöglicht also eine schnelle Erreichbarkeit echter Personen und einen “echten” Dialog – was ich für eine fantastische Ergänzung zum Informationsangebot von Websites halte.
8. Nacht in Second Life : Konzert und Historische Bildung
Apr 26th
Freitag Abend. Ich sitze alleine in meiner Hütte im Dorf und hätte eigentlich Lust auf christliche Gesellschaft.
Second Life ist nur einen Mausklick entfernt und ich mache es mir mit dem Laptop gemütlich. Wochenreflektion in der Seelsorge im deutschen Viertel. Zwischendurch materialisiert sich eine frisch getaufte aus den Staaten mit einem dringenden Anliegen, das wir dann auch gut klären können.
Ein Teleport zur ALM Cyberchurch bringt mich in einen angeregten Bibelkreis. Mit ca. 30 Teilnehmer/innen (heute auch mal Brasilien vertreten) teilen wir im Kreis unsere Lieblingsverse.
Eine Einladung kommt rein. Devotionales live Konzert aus Texas auf dem Gelände des “Arche Noah Museums”. Ein begnadeter Sänger und Gitarist spielt volle 40 Minuten vor einer tanzenden und “Hallelujaenden” Menge. Die Texte sind tief und mitreißend. Immer wieder werden Gebete per Textchat in die “Menge geworfen”.
Nach dem Konzert schaue ich mich in der Gegend um und spreche mit zwei Frauen via Voice Chat. Die beiden Architektinnen aus den USA haben sich spezialisiert auf historische Nachbauten biblischer Zeiten.
Die Arche Noah, eine Gemeinde aus dem 1. Jahrhundert und eine Gegend aus der Reformzeit sind gespickt mit Informationen zum jeweiligen Thema. Ich bin beeindruckt vom Bildungswert der 3D Museen uns spüre einmal mehr das Potential der Virtualität.
7. Abend in Second Life : Ökumenisches Gebet in St. Georg
Apr 24th
In einem katholischen Viertel wird die Kirche St. Georg ( UNESCO Welterbe) nachgebaut. Gestern Abend wurde hier zum ökumenischen Gebet in Deutsch und Englisch zum Tag des St. Georg eingeladen. Ca. 14 “Menschen” aus 4 Nationen – Katholiken, Lutheraner und Freikirchler kamen zum gemeinsamen Gebet zusammen.
Es war kein lang geplantes Event. Viele Teilnehmer/innen erhielten erst 20 Minuten vor Beginn eine Einladung.
Es ist schon spannend, wie schnell sich hier Verschiedenheit in Konfession und Nationalität spontan “Einen” kann. Eine inspirierende Erfahrung.






